„Tippgeber sind oft Helfer in der Not“

Auf dem Papier ein Millionär, das Konto ist dagegen leer: Dieses Paradox erlebt Christian J. Laue häufig bei betagten Immobilienbesitzern. Er appelliert daher an „Tippgeber“, ihn auf solche Fälle aufmerksam zu machen. Der Immobilienexperte weist den Besitzern verschiedene Wege aus dem Dilemma – und schenkt ihnen damit neue finanzielle Freiheit und Lebensqualität.

Herr Laue, Ihre Tippgeber-Werbung in Knallgelb ist kaum zu übersehen. Sie bieten 10 Prozent Provision für Informant*innen, die Sie auf verkaufswillige Eigentümer aufmerksam machen. Ist das nicht ein bisschen aggressiv?

Christian J. Laue: Nein, ich bin da ganz direkt. Als Immobilienmakler bin ich auf Tippgeber angewiesen und machen da auch keinen Hehl draus. Vornehme Zurückhaltung bringt nichts in diesen Zeiten, da bin ich sehr ehrlich. Wer mir hier einen Tipp gibt, wird fair und zuverlässig entlohnt. 

Woher kommen Ihre Tippgeber?

Aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Oft spricht sich in einer Nachbarschaft oder einem Bekanntenkreis herum, dass die Bewohnerin eines Hauses ins Pflegeheim geht oder verstorben ist und deren Erben das Haus verkaufen wollen. 

Mittlerweile erreichen mich aber auch Hilferufe von Angehörigen oder Pflegekräften, denen das Schicksal dieser Menschen nicht egal ist. Sie wissen, dass es das die einfachste Möglichkeit ist Immobilie irgendwie zu Geld machen kann. Die werden dann Tippgeber in gewisser Weise, nur mit anderer Intention. Die bekommen aber auch ihre Provision…

Das müssten Sie erklären…

Gerade Pflegekräfte sind oft Vertrauenspersonen. Sie kommen täglich in Häuser und parkähnlichen Grundstücken, die sie kaum noch selbst bewirtschaften können. Der Auszug der Kinder liegt oft Jahrzehnte zurück, notwendige Reparaturen wurden aus Geldnot immer wieder verschoben. Irgendwann geht dann nichts mehr. Wer so etwas erlebt, sollte wissen: Es gibt elegante Lösungen, um den alten Menschen neue finanzielle Spielräume zu verschaffen – und damit mehr Lebensqualität.

Wie sehen diese Möglichkeiten aus? 

Hier gibt es mehrere Varianten. Wer in seinem Haus weiter eben möchte, könnte über einen Teilverkauf nachdenken. Dabei veräußern Sie nur einen von ihnen selbst bestimmten Teil der Immobilie zu Lebzeiten, haben also sofort einen großen Geldbetrag auf dem Konto. Und nur auf diesen veräußerten Teil der Immobilie zahlen sie ein monatliches Nutzungsentgelt. Im Grundbuch wird das lebenslange Recht auf Nießbrauch eingetragen. Als Haupteigentümer können weiterhin über die Immobilie verfügen – auch im Hinblick auf Renovierungen und Umbauten.

Wie kann ich Haus oder Grundstück noch zu Geld machen?

Das kann ich nur im individuellen Fall ermitteln. Oft lohnt sich der Teilverkauf eines Grundstücks für den Bau eines weiteren Hauses. Hier habe ich gerade vor kurzem einen Kunden glücklich gemacht, der ebenfalls über einen Tippgeber zu mir kam: Da ihm die liquiden Mittel fehlten, habe auf eigene Kosten eine neue Zufahrt zum hinteren Teil des Grundstücks geplant, das Grundstück vermessen und das Grundbuch notariell berichtigen lassen. Mein Invest brachte ihm auf einen Schlag 600.000 Euro. In dem Zuge kam ich dann mit seinen Nachbarn in Kontakt. Da sie ebenfalls Geld brauchten, boten sie mir ebenfalls Teile ihrer Grundstücke zum Verkauf an. So war allen gedient – und es entstand zugleich neuer, dringend benötigter Wohnraum für Familien.

Tippgeber können damit offenbar auch viel Gutes bewirken…

Ja, Sie sind oft sogar Retter in der Not. Einer machte mich auf eine Frau aufmerksam, bei der sich der Gerichtsvollzieher angekündigt hatte. Sie hatte ihre Arztrechnungen von den letzten Ersparnissen bezahlt, aber ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr abführen können. Ich habe dann alle Rechnungen eingescannt und an die private Krankenversicherung gemailt. Damit war sie überfordert. Als sie dann ins Pflegeheim ging, übertrug sie mir den Verkauf ihres Hauses. Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet – aber wer Gutes tut, wird offenbar doch belohnt (lacht).  



ADRESSE

Christian J. Laue    

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